Thursday 21-08-2008, 09:00 Der Traum war zum greifen nah. Nach einem verhaltenen Start arbeiteten sich Johannes und Florian konsequent nach vorne. Das gilt für die gesamte Regattaserie, aber auch für das heutige Medalrace. Am Ende gingen sie als 4. Platzierter ins Finale und lagen dort auf dem Vorwindgang auf Platz 3. Mit den Argentiniern an 9ter Stelle, bedeutete es Bronzemedaille für das deutsche Team. Nur noch ins Ziel.
Was dann passierte ist nicht so recht zu glauben. Weder für die Zuschauer zu Hause am Fernseher, am wenigsten für Johannes & Florian selbst. Mit über 18 Knoten Geschwindigkeit unter Genaker prallte der Tornado gegen einen Holzblock, der im Wasser schwamm und das Ruder des Schiffes wegriss. In einem Bruchteil einer Sekunde überschlug sich der Tornado. Johannes und Florian verloren durch die Wucht der Kenterung Kontakt zum Schiff. Zuhause am Fernsehr sah man nur den treibenden Rumpf ohne Besatzung. Im gelben Meer mußten unsere Segler aufgeben- die Wettfahrt und ihren Traum von einer Olympischen Medaille.
Platz 8 spiegelt nicht die Leistung der Mannschaft wieder, ist er auf solch bittere Weise zustande gekommen. Wenn auch die Glückwünsche an die Olympiasieger und Medaillengewinner gehen werden: Johannes und Florian haben eine großartige Regatta gesegelt und ihnen gilt der größte Respekt für den Weg, den sie gegangen sind und die Leistung, die sie dabei gezeigt haben.
Heute sollte ein Tag werden, den sie nie vergessen wollten. Das wird wohl auch leider der Fall sein. Aber die professionelle Art und Weise wie die beiden ihre Olympiakampagne betrieben haben, kann ihnen keine Kenterung & kein Ergebnis nehmen. Und mit diesen Fähigkeiten können sie eine erfolgreiche Kampagne wiederholen, wenn vielleicht auch in einer anderen Klasse. Und in 4 Jahren können sie dann vielleicht endlich zugreifen.
|